Attila! Schau auf diesen Platz!

E-Mail an Attila Hildmann vom 19. Juni 2020

Lieber Attila!

unklar ist, ob du deine E-Mails überhaupt noch lesen kannst, aber ich hoffe, dass dich diese Nachricht erreicht.

Am 13. Juni bin ich auf deiner Kundgebung vor dem Alten Museum gewesen und habe deiner Rede gelauscht.

In den letzten Wochen habe ich mich von vielen alternativen Infokanälen verabschiedet, weil dort pausenlos eine Horrormeldung auf die andere getürmt wurde und es mir dadurch seelisch und körperlich nicht gerade gut erging. Es zieht Energien, weil vieles so aussichtslos erscheint. Aussichtslos deshalb, weil wir mitansehen, wie sie ihre bösartige Agenda weiter vorantreiben.

Auf der anderen Seite höre ich Leute sagen, dass hier gerade krasse Verschwörungstheoretiker unterwegs sind. Dies sagen jene, die irgendwo etwas aufgeschnappt haben und stupide nachplappern, was ihnen von allen Seiten gepredigt wird.

Hinzu kommt, dass es unter jenen, die doch nach der Wahrheit streben, keine Einigkeit gibt.. Einigkeit herrscht in den Horrorszenarien, die uns tagtäglich aufgetischt werden und die wir uns gegenseitig täglich mitteilen.

Auf der anderen Seite ist auch zu spüren, dass die Menschen zusammenkommen und sich auch aufeinander einlassen können. Das ist ein Hoffnungsschimmer und wir kommen dadurch auch in ein positives Handeln.

So wie ich dich verstehe, möchtest du dich von den „Herrschenden“ nicht unterjochen lassen und du wirst für deine Freiheit kämpfen und dafür auch deine körperliche Unversehrtheit aufs Spiel setzen. Glaubst du wirklich, dass das ein möglicher Weg ist? Ist das Säbelrasseln das richtige Mittel oder sollte nicht doch lieber der Verstand unsere Waffe sein?

Ich denke mittlerweile, dass es tatsächlich einen anderen Weg gibt und dieser Weg könnte sehr viel leichter zu beschreiten sein, als man sich das vorstellen kann. Er liegt sozusagen vorgefertigt vor uns. Es ist ein Schlüssel, den wir nur ergreifen müssen.

Im Artikel 139 des Grundgesetzes steht:

Die zur „Befreiung des deutschen Volkes vom Nationalsozialismus und Militarismus“ erlassenen Rechtsvorschriften werden von den Bestimmungen dieses Grundgesetzes nicht berührt.

Und im Potsdamer Abkommen ist unter III. Deutschland folgendes formuliert:

(…) Es ist nicht die Absicht der Alliierten, das deutsche Volk zu vernichten oder zu versklaven. Die Alliierten wollen dem deutschen Volk die Möglichkeit geben, sich darauf vorzubereiten, sein Leben auf einer demokratischen und friedlichen Grundlage von neuem wiederaufzubauen. Wenn die eigenen Anstrengungen des deutschen Volkes unablässig auf die Erreichung dieses Zieles gerichtet sein werden, wird es ihm möglich sein, zu gegebener Zeit seinen Platz unter den freien und friedlichen Völkern der Welt einzunehmen. (…)

Wie wir in unserem täglichen Leben feststellen können, brennt es in unserer Gesellschaft und unserem Lande massiv! Ich fürchte mich vor einer gewalttätigen Zuspitzung der Lage, deswegen möchte ich einen friedlichen Wandel und das kann das deutsche Volk schaffen, wenn sich genügend Menschen am 11. Juli 2020 vor dem Reichstag versammeln.

Wir haben es selbst in der Hand und wir können uns vereinigen.

Als ich erfahren habe, dass Konrad Adenauer bereits 1949 die Entnazifizierung verhindert hat, habe ich mich wirklich sehr erschrocken. Dass die BRD mit vielen Altnazis aufgebaut wurde, war mir bekannt, aber dass es 50.000 Nationalsozialisten und andere Schergen dieses Unrechtssystems in öffentliche Ämter geschafft haben, war mir in dieser Dimension nicht bekannt.

Hat die 68iger-Bewegung Abhilfe geschaffen? In was für einem „Staat“ leben wir eigentlich?

Ich glaube, dass uns im Artikel 139 des Grundgesetzes und in der Erfüllung des Potsdamer Abkommens ein Schlüssel für eine friedliche Lösung unserer Probleme zur Verfügung steht. Wo führt das hin, wenn wir diese Forderungen erfüllen werden?

Wäre nicht die Erfüllung und Belohnung der Artikel 146 des Grundgesetzes?

Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

Sollte dies nicht unser aller Ziel sein? Aber wie erreichen wir es? Mit Sicherheit erreichen wir es nicht, wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, seinen eigenen Vöner baut oder im Kreisverkehr umherirrt.

Wir müssen uns schon zusammentun und solidarisieren. Der kleinste gemeinsame Nenner könnte die Entnazifizierung und die Freiheit des deutschen Volkes sein, das sich dann zu gegebener Zeit endlich auch eine eigene Verfassung gibt.

Dass wir dabei dann auch noch in einem Aufguss Frieden mit über 50 Nationen schließen und einen wundervollen Beitrag zum Weltfrieden leisten werden, ist nicht nur ein netter Nebeneffekt, sondern sollte uns doppelter Ansporn sein.

Lieber Attila, ich würde mich sehr freuen, wenn du und deine Leute am 11. Juli 2020 mit uns gemeinsam für diese Ziele kämpfst.

Herzliche Grüße sendet dir

Christl


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